Unsere 6 Tipps für Langstreckenflüge

So Viele wollen gerne nach Australien und an andere tolle Orte dieser Welt. So Viele haben uns gesagt, dass sie uns besuchen wollen und so Viele machen es nicht, weil es einfach so weit weg ist und der lange Flug nicht viel Spaß verspricht.

Aber ist es wirklich so schlimm? Wir wollen euch in diesem Beitrag von unseren Erfahrungen erzählen und wertvolle Tipps für Langstreckenflüge geben, damit euer nächster so angenehm wie möglich wird.

1. Flüssigkeit ist das A und O

Dass der Mensch am Tag 2-3 Liter trinken sollte, ist ja kein Geheimnis. Über den Wolken ist dies aber besonders wichtig. Die trockene Luft im Flugzeug kann nach mehreren Stunden eine ganz schön austrocknende Wirkung haben und jeder weiß bestimmt, wie er sich fühlt, wenn er zu wenig getrunken hat. Mit ausreichend Flüssigkeit fühlt ihr euch fitter und der Flug ist gleich viel angenehmer.

Bei Langstreckenflügen kommt der Getränkewagen auch nicht nur einmal kurz vorbeigeflitzt, sondern die Stewardessen sind die gesamte Zeit um das Wohl der Passagiere bemüht. Zwischen den üblichen Rundgängen nach Getränken zu fragen ist in der Regel auch kein Problem und bei den meisten Airlines sind bei Langstreckenflügen der Großteil der Getränke kostenlos – sogar alkoholische, wobei dies für das Dehydrieren und den klaren Kopf nicht so förderlich ist.

Wir nehmen uns auch immer eine leere Trinkflasche mit, dir wir nach der Sicherheitskontrolle einfach mit Leitungswasser wieder auffüllen. In Deutschland ist das natürlich kein Problem, in anderen Ländern solltet ihr euch sicherheitshalber über die Trinkwasserqualität informieren. Aber auch Getränke, dir ihr nach dem Sicherheits-Check auf dem Flughafen kauft, dürft ihr mit ins Flugzeug nehmen.

2. Macht es euch bequem

Flugzeugsitze sind für stundenlanges Sitzen oder vielleicht sogar ein paar Stunden Schlafen nicht unbedingt das Beste. Wer nicht gerade First Class fliegt, muss sich da schon ein bisschen was einfallen lassen, damit es bequem wird – unmöglich ist es aber nicht.

Wir können auf jeden Fall nicht mehr auf die bequeme Jogginghose, den Schlabberpulli, dicke Socken und Schuhe zum schnellen Rein- und Rausschlüpfen verzichten. Nichts ist schlimmer, als wenn man sich auf dem begrenzt verfügbaren Platz nicht richtig bewegen kann, weil die Hose spannt oder das Shirt ständig unter die Achsel rutscht. Auch das Ausziehen der Schuhe ist ein Segen. Blöd nur, wenn man auf die Toilette will und sich jedes Mal aufs Neue in die zu engen Schuhe quält. Durch das lange Sitzen schwellen die Füße auch ein wenig an und die Schuhe sind gleichmal eine Nummer zu klein. Also gehört zu unseren Tipps für Langstreckenflüge definitiv eine überlegte Kleiderwahl, anstatt modisch-chick sollte es wohl eher praktisch-komfortabel sein.

Auch die Sitzplatzwahl ist hier nicht unwichtig. Viele bevorzugen bei Langstreckenflügen einen Gangplatz. So kann man die Beine ausstrecken und öfter aufstehen, ohne seinen Nachbarn ständig hochzuscheuchen. Ich persönlich bevorzuge aber auf jeden Fall den Fensterplatz. Beim Versuch zu schlafen kann man sich wunderbar anlehnen und in die Ecke kuscheln. Hilfreich sind hier so viele Kissen und Decken wie möglich. Ich habe immer ein kleines Kissen (Christian schwört dagegen auf sein Nackenkissen) dabei und zusätzlich bekommt ihr auch im Flugzeug häufig Decken und Kissen. Wer mehr braucht, um sich die perfekte Kuscheloase zu bauen, kann auch jederzeit die Stewardess um mehr Kissen oder Decken bitten.

Zusätzlich können auch eine Schlafmaske und Ohropax für einen ruhigen Schlaf nicht schaden.

Tipps für Langstreckenflüge

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3. Beugt Langeweile vor

Tja, 10 Stunden oder sogar noch mehr können ganz schön lang werden, wenn man so gar nichts zu tun hat. Normalerweise verfügen die Flugzeuge auf Langstrecken inzwischen alle über ein Entertainment-Programm, d. h. einen kleinen Bildschirm am Vordersitz mit einer Auswahl an Filmen, Musik oder Spielen. Je nach Airline variiert das Angebot. Auf manchen Flügen konnte ich mich gar nicht entscheiden, welchen Film ich zuerst schauen soll und beim letzten hat mir leider gar nichts so wirklich angestanden. Aber dafür hatte ich mir vorher einige E-Books auf mein Handy geladen, die richtige Musik dabei und meinen Laptop im Handgepäck.

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Tipps für Langstreckenflüge

Sehr gut gegen Langweile hat uns auch ein Gespräch mit unserem bisher fremden Sitznachbarn geholfen. Bei einem Langstreckenflug weiß man am Ende häufig mehr über ihn, als über manche Verwandte Zuhause.

4. Bewegung nicht vergessen

Wenn ihr über eine längere Zeit in ein und derselben Position verharrt, wird das irgendwann unangenehm. Die Beine werden dick, die Füße schlafen ein und die Gelenke tun weh. Da hilft nur eins – Bewegung. Schon allein ab und zu mal mit den Zehen wackeln, die Waden kneten und ein paar Schritte den Gang hoch und runter laufen kann helfen. Auch hier hilft übrigens wieder viel zu trinken, denn das führt häufig zur vollen Blase, die euch zum Aufstehen und dem Toilettengang zwingt.

Wer anfällig für Thrombose ist, sollte sich vorher von seinem Arzt beraten lassen und eventuell mit speziellen Strümpfen Vorkehrungen treffen.

5. Habt immer euer kleines persönliches Survival-Paket dabei

Wie oben schon erwähnt, ist die Luft im Flugzeug mitunter sehr trocken und das führt zu trockener Haut und trockenen Schleimhäuten. Damit ihr euch wohler fühlt, können hier schon Kleinigkeiten wie Feuchtigkeitscreme, Feuchttücher und Nasenspray helfen. Nach einer Nacht im Flugzeug werdet ihr euch auch über eine kleine „Katzenwäsche“ freuen. Eine Zahnbürste und ein kleines Handtuch dürfen bei uns im Handgepäck also nicht mehr fehlen. Und für die Damen unter euch passt sicher auch noch ein kleines Make-Up-Startset in die Tasche, zur Not tut es aber auch eine große Sonnenbrille.

Tipps für Langstreckenflüge

Außerdem wandert auch meistens ein kleines Proviant mit in die Tasche. Kaugummis oder sonstige Leckerein sind zwischendurch einfach gut fürs Gemüt. Aber Achtung vor den Einfuhrbestimmungen. In Australien durften wir beispielsweise so gut wie gar nichts einführen. Frische Produkte wie Obst oder tierische Produkte müssen draußen bleiben.

6. Lehnt euch zurück, entspannt und genießt die Zeit über den Wolken

Fliegen ist toll. Der Ausblick ist mitunter atemberaubend, es wird sich um euer leibliches Wohl gesorgt und es bietet die Chance die schönsten Orte dieser Welt zu bereisen. Also genießt es und freut euch auf euer Ziel!

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Als kleine Gedankenstütze haben wir euch unter unserer Packliste nun auch eine Packliste für das Handgepäck verlinkt. So seid ihr gemeinsam mit unseren Tipps für Langstreckenflüge bestens für die nächste Reise gerüstet 🙂

Wir wünschen euch einen guten Flug!

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6 Kommentare

  • Antworten
    Sara
    8. Juli 2016 at 10:29

    Puuuuh eigentlich haben wir ja schon gut Übung im Fliegen aber der Heimflug von Bangkok nach Deutschland war irgendwie richtig nervig und anstrengend…. 😀

    Übrigens das mit den Kissen ist ech eine super Idee! Sollten wir beim nächsten Mal echt umsetzen.

    Liebe Grüße Sara

    • Antworten
      Lini
      9. Juli 2016 at 5:13

      Schade, dass euer Flug so bescheiden war =/. Manchmal ist es stundenlang so entspannt und manchmal fragt man sich, was da draußen los ist :D…Aber schön, dass ihr heil angekommen seid.

      Und cool, dass wir euch noch Tipps geben konnten. Der nächste Flug kommt ja bald und der wird dann wieder chillig 😉

  • Antworten
    Mone
    18. Mai 2016 at 17:14

    Habe heute euren Blog entdeckt und bin begeistert. Es ist alles dabei, was das Herz begehrt: toll geschriebene Erfahrungen, nützliche Tipps, Fernweh. Die Packlisten finde ich besonders klasse! Ich selbst hab meinen ersten Langstreckenflug (letztes Jahr Ecuador!) lange herausgezögert, weil ich immer starke Druckprobleme mit den Ohren bekomme. Aber auf langen Strecken ist das viel weniger unangenehm als auf 2-Stunden-Flügen (London ist die Hölle!). Empfehlen kann ich dazu auch: Sanohra fly Ohrenstöpsel, die helfen super!
    Ich erwarte schon mit Spannung und Neid eure nächsten Einträge.

    PS: Seit ich studiere hab ich viel weniger Zeit zum Reisen als während der Arbeit. Da gab es 30 Tage Urlaub und dreimal im Jahr unterwegs, jetzt muss ich nebenbei arbeiten, lernen, Praktika machen. Wie habt ihr das nur geschafft?!

    • Antworten
      Lini
      19. Mai 2016 at 0:44

      Hallo liebe Mone,

      vielen Dank für deine Worte. Das freut uns sehr.

      Die Erfahrung mit dem Flug nach London haben wir auch schon gemacht. Ist man endlich auf der richtigen Flughöhe geht es schon wieder runter. Aber der Tipp mit den Ohrstöpseln ist gut. Ich habe meistens Kopfhörer (In-Ear) genutzt, das klappt auch 😀 oder die Nase zuhalten und ausatmen. Der regelmäßige Druckausgleich macht es am Ende nicht so schlimm 🙂

      Das mit dem Studium ist natürlich abhängig davon, was du studierst. Ein Kurztrip war bei uns auf jeden Fall regelmäßig drin. Empfehlen können wir dir, dir einen Plan für die einzelnen Phasen (lernen, Praktika…) aufzustellen und auch Auszeiten fest einzuplanen. Zur Motivation und Belohnung sind sie goldwert und danach läuft es gleich wieder besser 🙂
      Bekommst du Bafög?

      Liebe Grüße
      Christian & Eileen

  • Antworten
    Chris
    10. Mai 2016 at 8:37

    Wieder super geschrieben. Viele gute Tipps. Meine Frau hasst nur das Fliegen, deswegen wird das bei uns auch nix werden mit solchen langen Flügen. 😉

    • Antworten
      Lini
      13. Mai 2016 at 14:16

      Das ist wirklich schade. Es gibt zwar auch tolle Orte, die ihr mit dem Auto erreicht, aber über die großen Teiche fliegen ist schon was Besonderes. Aber vielleicht ändert sich ihre Meinung ja noch, wenn wir ihr weiterhin ein bisschen Fernweh machen 😉

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