Roadtrip Adelaide nach Alice Springs – Unsere Tipps

Egal ob du „Work and Travel“ in Australien machst oder einfach nur ein paar Wochen Urlaub, das rote Zentrum des Kontinents steht ganz sicher auf deiner To-do-Liste. Was wäre das denn auch, wenn du in Down Under warst und du hast den Uluru nicht gesehen? 😉Eine Reise über den Uluru nach Alice Springs ist also eine beliebte Route. Egal aus welcher Richtung du kommst, du stolperst ganz sicher auf dem Weg drüber. Startest du in Adelaide oder fährst in diese Richtung? Dann findest du hier ein paar wertvolle Tipps.

Wie viele Tage solltest du einplanen? 

Die Strecke von Adelaide bis Alice Springs sind etwa 1.500 km. Das kannst du natürlich locker in 2 Tagen fahren. Da hast du aber außer Asphalt und jede Menge Gebüsch am Straßenrand nicht viel gesehen.

Bist du One-Way unterwegs solltest du dir ca. 8 Tage Zeit nehmen, bis du in Alice Springs bist. Dabei hast du unterwegs einiges gesehen. Willst du wieder zurück solltest du noch 2 Nächte für den Rückweg einplanen.

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Welche Stops kannst du machen?

Adelaide – Melrose (ca. 270 km / 3,5 h)

Starte früh in Adelaide und mach dich über die A1 auf den Weg Richtung Melrose in den Southern Flinders Ranges.

Auf dem Weg gibt es nicht allzu viel zu sehen. Eine Pause könntest du aber beispielsweise am Lake Bumbunga in Lochiel machen. Er ist einer der vielen Salzseen in Australien und aufgrund einer speziellen Alge verfärbt er sich pink. Cool, oder?

Bist du dann in Melrose angekommen, wirst du dir denken „Wo bin ich denn hier gelandet?“ Der kleine Ort ist wirklich klein. Winzig. Aber es ein tolles Fleckchen und du hast jede Menge Möglichkeiten. Melrose liegt nämlich am Fuß des Mount Remarkable und du kannst dich entweder auf eine Wanderung zum Gipfel machen oder du leihst dir ein Mountainbike im „Over the Edge“, schlabberst noch schnell einen Kaffee und probierst die Mountainbike-Trails im Nationalpark aus. Ob blutiger Anfänger oder voll der Pro, du findest auf jeden Fall coole Strecken.

Auch der Alligator Gorge im Mt. Remarkable Nationalpark ist eine Reise wert.

Hinweis: Fährst du mit deinem Auto in den Mt. Remarkbale Nationalpark (z. B. auf dem Weg zum Alligator Gorge) musst du vorher! eine Gebühr von 10$ zahlen. Das geht ganz einfach online.

Übernachtung: 1 Nacht

z. B. im „Under the Mount“ in Melrose oder auf dem Campingplatz, kostenlose Campingplätze in der Nähe findest du mit der App WikiCamps

Wo kannst du tanken: Quasi überall unterwegs, auch in Melrose am General Store

Melrose – Coober Pedy (ca. 600 km / 6,5 h)

Die Strecke von Melrose nach Coober Pedy ist eine ordentliche Etappe. Plane unterwegs genug Pausen ein und genieß einfach diese unendliche Weite. Es ist irre.

Als einen Stop können wir dir den Lake Hart etwa 40km hinter Pimba empfehlen. Wieder ein Salzsee. Aber er ist riesig und definitiv ein Stop wert. Vor allem, da er direkt am Stuart Highway liegt.

In Coober Pedy solltest du dann für mindestens 2 Nächte bleiben. In „Faye’s Underground Home“ öffnet eine älteres Pärchen seine Untergrundwohnung und für 5$ bekommst du eine kleine Führung durch die Räume. Für weitere 5$ ist auch die hauseigene Mine bei der Führung mit dabei. Super interessant.

Ein paar Kilometer außerhalb von Coober Pedy findest du die „Breakaways“. Eine irre Landschaft, die uns ein bisschen an den Mond erinnert hat.

Übernachtung: mind. 2 Nächte

Kannst du ein bisschen mehr Geld ausgeben, dann könntest du z. B. im Underground Hotel unter der Erde schlafen. Oder du suchst dir wieder über die App WikiCamps einen Campingplatz. Oberirdisch 😉

Hinweis: An der Shell-Tankstelle in Coober Pedy kannst du für 3,50$ die Duschen nutzen und gegenüber kannst du für 1$ deine Trinkwassertanks auffüllen.

Wo kannst du tanken: Nochmal auftanken solltest du in Port Augusta bevor du auf den Stuart Highway fährst. Nach 174 km kommst du durch Pimba und nach weiteren 158 km durch Glendambo. Hier solltest du nochmal halten, denn danach kommt auf einer Strecke von über 250 km bis Coober Pedy nichts. Und mit nichts meinen wir nichts :D.

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Coober Pedy – Uluru (ca. 750 km / 8 h)

Das ist die längste Strecke der gesamten Route. Sollte es dir zu lang sein, findest du auch unterwegs einige kostenlose Möglichkeiten zum Übernachten.

Unterwegs gibt es leider keine größeren Highlights.

Das Highlight ist dein Ziel, der Uluru (oder Ayers Rock). Wenn du in den Nationalpark fährst musst du einen 3-Tages-Pass für 25$ pro Person kaufen. Und ja, es gibt nur den Pass für 3 Tage. Nicht für einen Tag und auch nicht für 2h. Nur einen Pass für 3 Tage. Den solltest du also nutzen und mind. 2 Nächte bleiben.

Zum Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark gehören (wie der Name sagt) auch die „Kata-Tjutas“ oder „Olgas“. Die Gebirgsformation etwa 50km vom Uluru entfernt solltest du bei deinem Besuch definitiv mitnehmen. Die Wanderung durch das „Valley of the winds“ ist irre schön.

Übernachtung: mind. 2 Nächte

Entweder du mietest dich im „Ayers-Rock-Resort“ ein oder du nutzt wieder WikiCamps. Nur ein paar Kilometer vor dem Uluru gibt es einen wunderschönen kostenlosen Campingplatz. Hast du einen 4×4-Antrieb kannst du über die Dünen fahren und direkt auf den Uluru schauen. Traumhaft.

Wo kannst du tanken: In regelmäßigen Abständen von max. 150km kommst du an einem Roadhouse vorbei, z. B. Cadney Park, Marla, Erldunda, Mt Ebenezer oder Curtin Springs (hier gibt es auch kostenpflichtige Duschen)

Adelaide nach Alice Springs

Uluru – Kings Canyon (ca. 300 km / 3,5 h)

Wenn du einmal in der „Nähe“ bist lohnt sich der Weg zum Kings Canyon. Es kostet nichts und der Rim Walk ist unglaublich beeindruckend. Der Ausblick ist der Hammer. Für uns definitiv eines der Highlights im Outback.

Übernachtung: 1 Nacht

Entweder im Kings Canyon Resort oder WikiCamps ist dein Freund ;).

Wo kannst du tanken: Auf dem Weg vom Uluru Richtung Kings Canyon bietet sich das Curtin Springs Roadhouse an.

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Kings Canyon – Alice Springs (ca. 460 km / 5 h)

Auf zur letzten Etappe.

Die Fahrt vom Kings Canyon nach Alice Springs ist quasi nur noch ein Katzensprung. Unterwegs kommst du am Rainbow Valley vorbei. Vom Stuart Highway führt eine Gravel-Road dorthin. Ein 4×4-Antrieb ist hier zu empfehlen. Planst du das Rainbow Valley mit ein, könntest du hier auch übernachten.

In Alice Springs angekommen bist du wieder zurück in der Zivilisation ;).

Alice Springs ist die größte Stadt im Outback. Mit knapp 30.000 Einwohner nicht gerade eine Metropole, aber im Unterschied zum Umland ist das schon was. Tja und was gibt es hier zu tun? Ein Besuch kannst du auf jeden für die „School of the Air“ oder die „Flying Doctors“ einplanen. Vom Anzac-Memorial hast du einen super Ausblick auf die Stadt.

Übernachtung: 2 – 3 Nächte

In Alice Springs gibt es jede Menge Übernachtungsmöglichkeiten. Einen kostenlosen Campingplatz findest du sogar kurz vor der Stadt (WikiCamps ;)).

Wo kannst du tanken: Alice Springs

Alice Springs – Adelaide (ca. 1.500 km / 17 h)

Wir haben den Rückweg in 3 Tagen hinter uns gebracht. Mit einer 1 Nacht in Coober Pedy und 1 Nacht in Melrose / Port Augusta.

Wichtige Hinweise für einen Roadtrip durch das Outback Australiens

Das Outback in Australien ist groß. Richtig groß.

Wenn du dich auf die Reise durch diese unglaubliche Landschaft machst, solltest du einige Dinge beachten.

  • Hab immer genug Trinkwasser dabei!

Wir hatten zwei Kanister mit jeweils 20l dabei, die wir bei jeder Gelegenheit aufgefüllt haben.

  • Nimm dir Sprit als Reserve mit!

Zwei Kanister mit je 20-25l solltest du als Notfallreserve dabei haben.

  • Plane genug Pausen ein!

Die Strecken sind lang und es geht immer nur geradeaus. Kilometerweit mit etwa 100km/h. Das kann auf Dauer sehr ermüdend sein. Nach spätestens 2h Fahrt solltest du für 15min eine Pause einlegen. Ein regelmäßiger Fahrerwechsel ist auch von Vorteil.

  • Achte auf die umherwandernden Tiere!

Ob Känguru, riesiges Emu oder eine Kuh, im Outback geht es ganz schön tierisch zu. Da es keine Zäune gibt, kann es leicht passieren, dass dir plötzlich so ein großes Tier vor das Auto springt.

  • Nicht über Nacht fahren!

Vor allem nachts sind jede Menge Tiere unterwegs und du siehst sie ziemlich spät, wahrscheinlich zu spät. Plane lieber eine Übernachtung mehr ein und fahre nur bei Tageslicht.

  • Bist du auf sehr abgelegenen Straßen unterwegs, solltest du über ein Satellitentelefon nachdenken.

Auf dem Stuart Highway von Adelaide nach Alice Springs triffst du in regelmäßigen Abständen auf andere Autos. Hier brauchst du wahrscheinlich nicht lange warten, bis dir jemand helfen kann, falls du liegen bleibst.

  • Genieß diese unglaubliche Weite und Schönheit des australischen Outbacks!!!

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