Reisetagebuch #2 – Unsere Entdeckungsreise auf Koh Samui

Als unser Wecker am Sonntag um vier Uhr in der Früh bzw. in der Nacht klingelte fragten wir uns, ob das wirklich so eine tolle Idee war mit dem Bus nach Koh Samui zu fahren. Wir hatten die Wahl zwischen Flugzeug, Zug oder Bus.

Mit dem Flugzeug klang zwar sehr entspannt, aber der Preis war aufgrund des Neujahrs in Thailand ziemlich hoch und passte nicht in unser Budget. Zug klang auch nach einer recht flotten Variante, aber eine kurze Recherche im Internet machte dann klar, dass der Zug in etwa so schnell ist wie der Bus. Na klasse, also dann können wir auch den Bus nehmen. Der ist die günstigste Alternative und so schlecht sollen die in Thailand gar nicht sein.

Stellt sich nur noch die Frage, ob wir über Nacht fahren oder tagsüber. Da wir was vom Land sehen wollen und keine Lust auf eine weitere schlaflose Nacht haben, fahren wir natürlich am Tag. Tja und so standen wir dann Sonntagfrüh kurz vor fünf, schlaftrunken und leicht zerknüllt im Gesicht mitten in Bangkok und warteten auf den Bus. Der kam auch pünktlich und die Fahrt konnte losgehen. Platz hatte man zwar nicht wirklich, aber es war klimatisiert. Nach einigen Stunden tat uns ganz schön der Hintern weh und wir sehnten die Pause herbei. Aber der Bus fuhr und fuhr und als wir dann nach 7,5h am Hafen von Surat Thani ankamen, war uns dann auch klar – hier wird knallhart durchgefahren, ohne Pause!

Aber das war jetzt auch egal. Wir waren endlich am Meer. Wir sahen schon die Inseln im Golf von Thailand und die Kulisse war jetzt schon traumhaft. Schnell auf die Fähre und rüber bitte. Ja, wir waren zwar schnell auf der Fähre, aber bis wir wirklich auf Samui ankamen, vergingen weitere 4h Fährfahrt. Da haben wir dann beschlossen: „Beim nächsten Mal fliegen wir!“.

Wir kamen an unserem Bungalow „The White Pearl“ im kleinen niedlichen Örtchen Bang Po an, wurden unglaublich herzlich von unseren Gastgebern Sean und Dang begrüßt und fühlten uns sofort wohl. Der kleine Bungalow war zwar einfach ausgestattet, aber es reichte vollkommen aus und die Aussicht war einfach grandios. Direkt am Meer konnten wir jeden Abend mit dem Meeresrauschen einschlafen und am Morgen begrüßte uns ein toller Ausblick.

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Koh Samui

Koh Samui

Sean kümmerte sich auch direkt um einen Roller für uns, sodass wir am nächsten Tag nach einem tollen Frühstück direkt mit der Inselerkundung starten konnten. Unser Weg führte uns entlang der Ringstraße von Samui durch Bophut bis nach Chaweng. Dort wo es uns gefiel hielten wir an und erkundeten die Umgebung. Im Gegensatz zu Bang Po war dort ein bisschen mehr los und vor allem Richtung Strand wurde das Treiben etwas geschäftiger. Mehrere größere Resorts und Läden waren zu finden und uns insgesamt ein bisschen zu touristisch.

Nach ein bisschen Gammeln am Beach sind wir dann auch wieder zurück zu „unserem zu Hause“ gefahren. Die Atmosphäre war dort einfach unglaublich familiär und bei einer frischen Kokosnuss konnten wir noch ein bisschen an unseren Bildern, Videos und Beiträgen arbeiten. So macht „Arbeit“ auf jeden Fall Spaß.

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Am nächsten Tag stand Sightseeing auf dem Tagesplan. Da wir ja in Bangkok noch nicht genug Tempel gesehen hatten, wollten wir auch hier den berühmten Big Buddha und die Tempelanlage Wat Plai Laem besuchen. Am Big Buddha gibt es außer eben dem großen Buddha nicht viel mehr zu sehen. Aber der Wat Plai Laem besteht aus mehreren Tempeln, die man über kleine Brücken erreichen kann. Jeder hatte irgendwie was Besonderes und war nochmal was ganz Anderes im Vergleich zu den Tempeln in Bangkok.

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Ein bisschen nervig waren nur die ganzen Hühner und Tauben die dort überall rumflatterten. In dem Wasser, auf dem die Tempel gebaut sind, schwimmen riesige Welse, die man füttern kann. Das Futter ist dort auch für wenige Cents zu erwerben. Fraglich ist nur, wie viel davon wirklich bei den Fischen ankommt, da sich die Vögel schon vorher wie wild darauf stürzen.

Auf dem Rückweg sahen wir ein Schild „Waterfall“. Ah, das klingt gut, da fahren wir mal hin. Nach einer ganzen Weile quer durch den Dschungel kamen wir dann auch endlich am eigentlichen Wasserfall an. Schade nur, dass aufgrund der extremen Dürre seit mehreren Wochen kein Wasser mehr da war, welches irgendwo runterfallen kann. Aber ein Pärchen haben wir wahrscheinlich gestört, welches sicher nicht damit gerechnet hat, dass sich jemand diesen nicht vorhandenen Wasserfall anschauen möchte ;).

Auf ging es zurück durch den Dschungel, bis wir an eine kleine Straße kamen, die bergauf führte. Da sie sehr uneben und sehr steil aussah, machte ich Christian noch drauf aufmerksam, dass es sicher keine gute Idee ist mit dem Roller da hochzufahren. Aber das war natürlich naiv anzunehmen, dass ihn das interessiert :).

Also los geht’s, da fahren wir hoch. Ganze fünf Minuten hat es gedauert und ich durfte absteigen und Christian versuchte verzweifelt noch ein Stück weiter hochzukommen. Oben angekommen offenbarte sich eine Sackgasse und der Weg nach unten sollte lustig werden. Den Roller fest in der Hand schlitterten wir uns den Weg nach unten und waren heilfroh, als wir es unbeschadet geschafft hatten. Ach Hase, deine Ideen sind doch immer wieder die „besten“ ;).

Am Abend ging es dann in den Jungle Club. Hoch oben auf dem Berg befindet sich dieses Resort und Restaurant und bietet eine wahnsinnige Aussicht über die Insel.

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Am nächsten Tag stand das Songkran-Festival auf Koh Samui an, von dem wir euch ja schon berichtet haben. Den Abend haben wir dann noch gemeinsam mit Caro und Tim, einem super lieben deutschen Pärchen, welches auch im White Pearl wohnte ausklingen lassen.

Am letzten Tag auf Samui haben wir dann nochmal den Weg zu einem weiteren Wasserfall gewagt. Bekanntlich ist ja der Weg das Ziel und hier trifft dies eindeutig zu. Quer durch den Palmendschungel und einen unglaublichen Blick über die Insel begleiteten unseren Weg. Auch der Wasserfall an sich war sehr schön, auch wenn hier zur Zeit ebenfalls nur sehr wenig Wasser ist.

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Für den Nachmittag hatten wir einen Kochkurs gebucht. Mong und Joe von Smiley Cook holten uns in Bophut ab und gemeinsam mit einem weiteren Pärchen aus Dänemark konnte es dann losgehen. Wir sind auf einen lokalen Markt in Koh Samui gefahren, auf dem uns Mong die thailändischen Zutaten näher erläuterte. Es war sehr interessant zu sehen, was es eigentlich für verrückte Kräuter und Gewürze gibt, von denen wir noch nie etwas gehört haben aber die das thailändische Essen so super lecker machen.

Interessant war aber auch der Markt an sich. Mitarbeiter des deutschen Gesundheitsamtes würden wahrscheinlich Schnappatmung bekommen, wen sie das sehen. Hygiene wird hier nicht wirklich groß geschrieben, wenn sich da überhaupt einer Gedanken drüber macht. Das Fleisch liegt ungekühlt einfach da und der nette Mann tütete es uns ein, während er sich kurz seine Zigarette in den Mund schob, um beide Hände freizuhaben. Naja wenigstens hat er sie weggepackt :).

Über den Lebensmittel hängen kleine Ventilatoren, an denen Plastiktüten befestigt sind, die sicher die Fliegen vertreiben sollen. Ok, wir denken einfach nicht weiter drüber nach und braten das Fleisch einfach nachher besonders lang.

Der Kurs fand dann bei Mong zu Hause im Garten statt. Die Location war wirklich sehr schön und das Equipment wirkte sehr ordentlich und vor allem sauber. Die ganze Familie war Teil des Kurses. Jeder half bei den Vorbereitungen, brachte Teller und Zutaten und schaute ab und zu in die Pfanne und gab Tipps. Die Organisation war also prima und die Stimmung gut. Nur das dänische Pärchen war etwas mufflig drauf. Aber wir hoffen einfach mal, dass das nicht an uns lag.

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Nach 2h Kochen haben wir dann noch gemeinsam gegessen und wurden wieder zum Treffpunkt zurückgefahren.

Wir hatten also wundervolle Tage auf Koh Samui!

Fazit:

Eileen: Mein Zuckerstück war definitiv unsere Unterkunft. Es war unglaublich schön in diesem ruhigen Ort, an einem einsamen Strand und mit so wahnsinnig netten Menschen die Zeit genießen zu können. Mein Säurebad war die lange Anreise. Aber das war nach der Ankunft auch vergessen.

Christian: Mein Zuckerstück war das Fahren mit dem Roller. Es macht mega viel Spaß so die Insel zu erkunden und für ca. 5€ pro Tag lohnt es sich auf jeden Fall. Mein Säurebad war unsere Taxifahrt am Abreisetag zur Fähre, da unser Taxifahrer für die kurze Fahrt einen unverschämt hohen Preis verlangte, den wir nicht mal in Deutschland zahlen würden.

Ganz liebe Grüße

Christian & Eileen

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