Reisetagebuch #12 – Unser erster „richtiger“ Wasserfall und ein kleiner mysteriöser Junge

Wir sind jetzt seit 1,5 Wochen in Bali und was sollen wir sagen. Es ist mega.
Der erste Eindruck war ja schon genial, aber nach ein paar Tagen sind wir echt begeistert.

Wir sind in Canggu. Das ist im Süden der Insel und etwa 20 Minuten vom trubeligen Kuta entfernt.
Hier treffen wir vor allem Surfer. Die Gegend um Canggu ist nämlich der Surf-Spot in Bali überhaupt. Überall braungebrannte Menschen mit einem Board unterm Arm oder am Roller und einem Lächeln im Gesicht. Die Atmosphäre ist mehr als relaxt.

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Fahren wir etwas weiter raus, in Richtung unseres Homestay, wechselt die Umgebung.
Es gibt unfassbar grüne Reisfelder, riecht in jeder Ecke nach Räucherstäbchen und die Balinesen strahlen um die Wette. Es ist irre, wie oft wir in den vergangenen Tagen so herzlich angelächelt wurden.

Was haben wir nun in den ersten Tagen hier erlebt?

Da wir beide ein bisschen angeschlagen waren und mit einer leichten Erkältung zu kämpfen hatten, sind wir es sehr ruhig angegangen.

Wir haben uns erstmal einen fahrbaren Untersatz und zwei Surfboards besorgt und haben die Umgebung erkundet. Und das ist echt cool.
Mit dem Roller durch die Reisfelder zu cruisen und später am Strand zu chillen, daran könnten wir uns echt gewöhnen.

Die ersten Surfversuche haben wir auch schon hinter uns. Die Wellen hier sind verrückt. Wir hatten es uns ein bisschen chilliger vorgestellt :D. Aber die Ruhe und Gelassenheit, die die Menschen und die Insel ausstrahlen hat sich nicht so ganz auf die Wellen übertragen. Die sind in den letzten Tagen sehr hoch und vor allem für uns als Anfänger schon eine ordentliche Nummer.

Vielleicht wird es in den nächsten Tagen ein bisschen ruhiger auf See :).

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Unser erster „richtiger“ Wasserfall und jede Menge verrückte Affen

Wir stehen ja total auf Wasserfälle. Wer auch nicht? Und Bali soll ja angeblich einige zu bieten haben. Also haben wir uns zum Tegenungan Wasserfall nähe Ubud aufgemacht.

Es war irre. Wir hörten ihn schon von Weitem und als wir um die Ecke bogen, glotzten wir wahrscheinlich ganz schön doof. So einen riesigen Wasserfall kannten wir bisher nur von Bildern.

Wir schmissen unseren Rucksack in die Ecke, zogen die Klamotten aus und sind rein ins Wasser. Wenn wir schonmal hier sind, müssen wir schließlich auch unterm Wasserfall baden. Aber das hat gezwiebelt :D. Schon am Rand war es eine ordentliche Massage. Aber definitiv ein Erlebnis.

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Zum Wasser hinunter hatte uns übrigens ein kleiner Junge begleitet. Er stieß am Parkplatz zu uns und meinte er zeigt uns den Weg. Das ist aber nett von ihm, war unser Gedanke. Wir waren zwar ein bisschen misstrauisch, aber das wird schon in Ordnung gehen. Als wir unten waren und völlig geflasht den Wasserfall anstarrten, tänzelte der Kleine weiter um uns rum. Will er Geld oder was ist los? Wir hatten zwar schon einen kleinen Eintritt bezahlt, aber ok.

Wir fragten ihn, was er will, aber er verstand uns natürlich nicht. Also gaben wir ihm einfach Geld. Das nahm er auch aber es war im wohl zu wenig. So richtig wollte er uns nämlich nicht von der Seite weichen. Wir gingen dann einfach ins Wasser und er war weg. Einige Zeit später stand er aber wieder hinter uns. Ohh man, was machen wir nur falsch. Niemand sonst hatte so einen kleinen Schatten neben sich, außer wir.

Ignorieren war letztendlich die beste Lösung. Er verschwand dann irgendwann wieder. War es eine Masche? War er nur gern in unserer Nähe? Wir haben keine Ahnung.

Am gleichen Tag sind wir dann direkt noch in den Affenwald gefahren. Wie der Name schon verrät soll es dort nämlich von Affen nur so wimmeln.

Und so war es auch. Wir waren kaum drin, schon rannten uns die ersten entgegen. Wir waren aber reichlich uninteresssant. Wahrscheinlich, weil wir keine Bananen hatten. Die hätten wir nämlich am Eingang kaufen können, haben wir aber nicht.

Aber plötzlich fand einer von ihnen unseren Rucksack super spannend. Er stürzte sich auf die Wasserflasche, zog sie raus und rannte ein Stück zur Seite. So schnell konnten wir gar nicht schauen, da hatte er sie aufgedreht und setze an. Es kamen gleich noch ein paar mehr Affen dazu und der Kampf um die Wasserflasche ging los. Jeder wollte wahrscheinlich einen Schluck abhaben. Wer braucht schon Bananen, wenn wir die Affen mit einer simplen Wasserflasche so begeistern können.

Zurückbekommen haben wir sie natürlich nicht. Bei dem Versuch zeigte der Affe Christian ordentlich die Zähne. Da nahm er die Beine in die Hand und rannte davon. Es war ein sehr lustiger Anblick, wie so ein kleiner Affe ihm solchen Schrecken einjagen konnte :D.

Unser Rucksack war dann auch weiter super interessant. Es dauerte nicht lange, bis die nächsten Affen auf Christians Rücken saßen. Und dumm sind sie sicher nicht, sie wissen wie Reißverschlüsse funktionieren. Ich lieferte mir mit einem Affen dann einen kleinen Wettbewerb. Er machte den Reißverschluss auf, ich wieder zu, er wieder auf. So ging das kurz hin und her bis er wohl die Geduld verlor. Er schrie mich quasi an und stürzte mir hinterher. Wir rannten also wieder davon. So richtig konnten sie uns wohl nicht leiden. Verrückte Viecher ;).

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So viele Tempel

In Thailand gab es schon jede Menge Tempel zu sehen. Aber Bali setzt da definitiv nochmal einen drauf. Wahrscheinlich ist hier fast jedes dritte Gebäude ein Tempel. Und sie sind ganz anders als in Thailand. Kleiner, offener, nicht so bunt aber irgendwie schöner. Es ist nicht zu übersehen, das ihre Religion den Balinesen unglaublich wichtig ist.

Jeden Morgen werden Opfergaben vor die Tür gelegt und Räucherstäbchen angezündet.

Da mussten wir natürlich auch einen Tempel besuchen.

Der Ort strahlte sofort eine unglaublich Ruhe aus. Es wirkte wie eine kleine Oase. Ein einzelner Mann saß in der Mitte und betete. Wir standen am Rand und beobachteten ihn. Wäre es nicht so wahnsinnig warm gewesen, hätten wir ihn stundenlang beobachten können.

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Endlich wieder bekannte Gesichter

Heute Abend ist es nun endlich soweit. Flo kommt aus Australien und wir verbringen die nächsten Wochen zusammen auf Bali. Und nächsten Mittwoch stoßen dann auch schon Jan und Rosita, seine Freundin, zu uns. Es ist verrückt nach so langer Zeit wieder Menschen aus der Heimat zu treffen. Wir haben unsere Zeit zu zweit sehr genossen, aber jetzt freuen wir uns auch auf Gesellschaft.

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