Reisetagebuch #1 – Drei Tage Bangkok

Lange haben wir es uns nur vorgestellt und jetzt hat unser Abenteuer tatsächlich begonnen. Wir sind da – erster Stop Bangkok. 

Tag 1

Nach 10h Flug verließen wir den Flughafen und waren bereits mittendrin. 38°C Außentemperatur und eine Luftfeuchtigkeit von knapp 90% knallten uns entgegen und wir grinsten uns nur an. Wir dachten beide das selbe: „Wie geil!“. Wir fanden schnell die Bahn, die uns erstmal in die Stadt brachte. Dort wollten wir eigentlich flott ein Taxi suchen, das uns die letzte Strecke bis zur Unterkunft bringen sollte. Aber wir kamen erstmal gar nicht so weit.

Ein netter Thai sprach uns auf der Straße an und fragte wie lange wir schon in Thailand sind und was wir für die kommenden Tage geplant haben. Wir erzählten stolz, dass wir eben angekommen sind und nach ein paar Tagen in Bangkok nach Koh Samui weiterreisen. Die Idee fand er klasse, aber als er hörte, dass wir noch kein Busticket für die Fahrt nach Samui haben, wurden seine Augen beunruhigend groß. Es ist doch Neujahrsfest in Thailand in der kommenden Woche. Da hat der Großteil der Einheimischen Urlaub und ist neben den ganzen Touris ebenfalls unterwegs.

Also wurde unser Plan direkt unsere Unterkunft anzufahren von unserem neuen Freund verworfen und er schickte uns zum nächsten Reisebüro. Er hat auch sofort ein TukTuk für uns angehalten und dem Fahrer auf Thai erzählt wo wir hinwollen. „This are my german friends, 60 Baht for them!“ sagte er. Na dann, auf geht’s im TukTuk durch den verrückten Verkehr von Bangkok.

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Unseren Bus und die Fähre konnten wir noch buchen und dann ging es auch endlich zur Unterkunft. Wir waren inzwischen völlig übermüdet und wollten nur noch schlafen. Schade nur, dass es in Bangkok erst 10:00 Uhr und der Check-In frühestens ab 12:00 Uhr möglich war. Also schliefen wir schonmal zwei Stunden in der Lobby, zogen dann um zwölf in unser Zimmer, fielen aufs Bett und schliefen nochmal zwei Stunden.

Dann konnte es losgehen! Flip Flops an die Füße, Sonnenbrille ins Gesicht, Kamera in die Hand und auf ins Getümmel.

Gleich bei uns um die Ecke fanden wir auch schon den ersten Tempel – den Wat Pho. Der Wat Pho ist eine der größten Tempelanlagen in Bangkok und ist vor allem berühmt für seinen 46 Meter langen und 15 Meter hohen liegenden Buddha. Aber auch sonst fanden wir die Anlage auf jeden Fall sehenswert.

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Danach haben wir am Chao Phraya River den Nachmittag mit einer frischen Mango und einem Kokosnuss-Eis ausklingen lassen.

Wenn ihr in Thailand seid, dann müsst ihr unbedingt dieses Eis probieren! Super lecker! Aber Beeilung beim Essen ist gefragt. Bei den Temperaturen ist das cremige Eis ruck zuck geschmolzen :).

Am Abend machten wir uns noch für einen kurzen Spaziergang über die Khao San Road und dann sind wir aufgrund des fehlenden Schlafs seeehr früh ins Bett gefallen und haben am nächsten Tag auch seehr lange geschlafen. Aber das gönnen wir uns!

Tag 2

Also die Zeitverschiebung will uns noch nicht so recht gefallen.

07:10 Uhr ist es. Das ist doch eine tolle Zeit, um aufzustehen und den Tag effektiv zu nutzen. Wir sind ja schließlich zeitig ins Bett. Ich schaue auf mein Handy, um die Nachrichten aus der Heimat zu checken und da sehe ich es. 12:10 Uhr ist es. Ach ja, stimmt ja, 5h Zeitverschiebung.

Naja, was soll’s, auch eine gute Zeit.

Also haben wir uns gemütlich fertiggemacht und sind los. Gleich um die Ecke von unserem Hostel haben wir auch schon ein wundervolles Café gefunden, in dem wir mit einem frischen Mangosmoothie und lecker Essen den Tag beginnen konnten. Danach ging es erneut zum Fluss, rauf auf die Fähre und rüber zum Wat Arun. Die Fähre kostete uns ganze 3 Baht pro Person, was so etwa 0,08 Euro entspricht.

Leider wird zur Zeit am zentralen Tempelturm, dem sog. Prang, gebaut, sodass er komplett von einem Gerüst umschlossen war. Aber was erhalten werden soll, muss schließlich auch gepflegt werden. Die Anlage ist trotzdem sehr schön und es gibt zahlreiche weitere tolle Dinge zu entdecken.

Der wunderschöne Garten war wie eine kleine Oase fernab von dem lauten Treiben in Bangkok, in dem wir wunderbar die Seele baumeln lassen konnten.

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Nach einem leckeren Espresso-Frappé und einer Schokoladen-Waffel ging es auf ins MBK-Center. Dieses riesige Shoppingparadies muss man gesehen haben. Sieben Etagen geballter Kitsch und Schrabbel und die ganze Anlage gekühlt auf schätzungsweise 18°C. In unserem ersten Video geben wir euch einen kleinen Einblick :).

Nachdem wir danach im Hostel das dritte Mal an diesem Tag duschen waren, führte uns unsere Entdeckungsreise nach Chinatown. Wir hatten Hunger und Chinatown war bisher immer eine gute Adresse. Der TukTuk-Fahrer schmiss uns direkt dort raus und wir mussten erstmal kurz stehen bleiben und den Moment wirken lassen. Es blinkte und leuchtete aus allen Richtungen, es roch überall nach Essen und es war mega viel los.

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Natürlich mussten wir nicht lange nach was Essbarem suchen. Quasi mitten auf der Straße wurde gekocht, klapprige Tische standen drum rum und fertig war das Chinesische Restaurant. Das Essen ist mit unserem deutschen Asiaimbiss um die Ecke natürlich gar nicht zu vergleichen. Gebratene Nudeln mit Ei und Gemüse sucht man hier auf der Karte vergeblich.

Tag 3

Der letzte Tag in Bangkok.

Gestern hat uns wiedermal ein netter Thai angesprochen und stolz von seiner Stadt erzählt und uns mitgeteilt, was wir unbedingt noch machen müssen. Auf dem Golden Mountain steht der Wat Saket und von dort ist die Aussicht wohl super und mit 20 Baht ist der Zugang auch sehr günstig. Also sollte das heute unser Ziel sein.

Laut Karte sind es auch nur maximal 2 Kilometer von unserem Hostel und das können wir locker laufen. Auf dem Weg dorthin stoppte gefühlt aller 10 Meter ein TukTuk-Fahrer neben uns und wollte uns unbedingt fahren. Dass wir gern laufen, war denen wohl völlig schleierhaft.

Auf dem Gipfel angekommen wurden wir tatsächlich mit einer tollen Aussicht über Bangkok belohnt. Außerdem waren im Vergleich zu anderen Tempelanlagen sehr wenig Touristen unterwegs.

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Tja und jetzt? Jetzt sitzen wir im Café, trinken Smoothie und arbeiten an unserem Blog und unserem ersten Video. 

Morgen geht es auf nach Koh Samui und wir freuen uns jetzt wahnsinnig auf das Meer.

Fazit:

Als Fazit unserer Reisetagebuch-Beiträge haben wir uns überlegt, euch das Positivste – unser Zuckerstück – sowie das Negativste – unser Säurebad – der vergangenen Tage zu nennen. (Die Idee stammt aus der Romanserie von Colleen Hoover :))

Eileen: Mein Zuckerstück der letzten Tage war der Moment, als wir heute am Wat Saket im Grünen saßen, völlige Ruhe um uns herrschte und außer ein paar Mönche in ihren orangefarbenen Gewändern kaum jemand zu sehen war.

Mein Säurebad sind leider die TukTuk-Fahrer. Auch wenn sie uns bisher wunderbar von A nach B gebracht haben, ist ihre Preispolitik teilweise sehr dreist und wenn man ihre Angebote ablehnt, fällt ihnen das sonst so breite Lächeln der Thais sehr schwer.

Christian: Mein Zuckerstück war bzw. ist eindeutig das Essen (was auch sonst).

Mein Säurebad ist die unglaubliche Hitze, die ohne die unmittelbare Nähe zum Meer ganz schön nerven kann.

Also bisher finden wir es toll, was wir hier machen.

Ganz liebe Grüße

Christian & Eileen

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10 Kommentare

  • Antworten
    helmut
    14. April 2016 at 11:08

    wünsche euch tolle Tage mit netten Thais, Tuk Tuk Fahrer sind von einer anderen Welt und auch bei den Einheimischen sehr unbeliebt, Ps. in BKK fährt man gut mit Öffentlichen oder Wassertaxis.lg aus berlin helmut

  • Antworten
    Lauri
    12. April 2016 at 21:04

    Ich habe nichts anderes erwartet!!!
    Große Klasse!
    So macht es mir die Entfernung ein bisschen leichter.
    Ich freue mich über jeden weiteren Beitrag und wünsche Euch weiterhin viele,tolle Eindrücke und jede Menge Spaß ♡

    • Antworten
      Lini
      13. April 2016 at 13:29

      Danke meine Lauri :-*

  • Antworten
    Rayquito
    12. April 2016 at 9:42

    Das ist Einen supeeeer Blog! Wow! Amazing Stuff here guys! ♡

  • Antworten
    Anja Schumer
    9. April 2016 at 19:29

    sehr schöne Bilder und es klingt alles sehr interessant und für euch sicher sehr schön. Danke das ihr uns teilhaben lasst. LG Anja

    • Antworten
      Lini
      11. April 2016 at 14:24

      Danke liebe Anja und ja, es ist für uns sehr schön! 🙂 Und vor allem ist es toll, dass ihr uns so fleißig begleitet!
      LG Christian und Eileen

  • Antworten
    18610lennix
    9. April 2016 at 17:26

    Toll geschrieben. Komme mir vor als würde ich mich auf meine Thailandreise vorbereiten und einen super Reiseführer lesen ☺️Lg

    • Antworten
      Lini
      11. April 2016 at 14:22

      So soll es sein und das freut uns sehr! 🙂 LG Eure zwei Reisenden

  • Antworten
    Steven Elm
    9. April 2016 at 15:41

    Toll und ausführlich beschrieben! Klingt nach einem gelungenen Start 🙂 viel Spaß weiterhin !!! VG Jette und Elmo

    • Antworten
      Lini
      11. April 2016 at 14:19

      Danke ihr Zwei 🙂 Ja, der Start war bisher sehr gelungen. So kann es weitergehen! 😉 LG Christian & Eileen

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