Helpx & WWOOF – Warum du es in Australien unbedingt ausprobieren solltest

Du möchtest einen authentischen Einblick in das Leben in Australien bekommen? Du möchtest Land und Leute hautnah kennenlernen? Wo geht das besser als bei Australiern zu Hause?

Während unserer gesamten bisherigen Zeit in Australien lebten wir gemeinsam mit australischen Gastfamilien, arbeiteten dort für Unterkunft und Verpflegung und waren für eine Zeit ein Teil der Familie.
Für uns war es bei allen Familien eine wahnsinnig tolle Erfahrung und eine unglaubliche Bereicherung.

Warum auch du bei einem Aufenthalt in Australien diese Erfahrung machen solltest, verraten wir dir.

  • Du bekommst einen Einblick in den Alltag einer australischen Familie

Du hast die Chance einen ganz authentischen Eindruck vom Leben in Australien zu bekommen und es selbst zu leben. Wohnst du gemeinsam mit Australiern bekommst du einen Einblick in das Land und die Leute, wie es dir von außen betrachtet einfach nicht möglich ist. Ganz nach dem Motto „Mittendrin, statt nur dabei!“.

Gemeinsame Mahlzeiten, Spiele mit den Kids, gemütliches Zusammensitzen am Abend bei einem Glas Wein und gemeinsame Ausflüge am Wochenende sind tolle Erfahrungen, an die du dich noch lange nach deiner Reise erinnern wirst.

  • Du kannst wertvolle Kontakte knüpfen

Baust du gute Kontakte zu Locals auf und stellst dich dabei nicht allzu blöd an, sind dies wertvolle Beziehungen, die dir in vielerlei Hinsicht eine Hilfe sein können. Eine „Gastmutti“ hat mir beispielsweise einen Job auf der Farm ihrer Freundin besorgen können.

Während unserer Zeit in Bali steht unser Auto sicher auf dem privaten Grundstück bei einer unserer Familien und für die Weiterreise haben unsere Hostfamilien jede Menge wertvolle Tipps und Kontakte für uns.

  • Du kannst jede Menge Geld sparen

Das Leben in Australien ist nicht unbedingt billig. Vor allem Unterkünfte sind in Down Under ziemlich teuer. Schläfst du zwar „günstig“ im Hostel, teilst du dir das Zimmer mit mitunter acht fremden Menschen und bezahlst dafür trotzdem etwa 20$ pro Nacht. Zusätzlich brauchst du natürlich auch noch was zu futtern. So gibst du in der Woche schnell jede Menge Geld aus.

Arbeitest du dagegen ein paar Stunden am Tag bei einer Familie für ein warmes Bett und regelmäßige Mahlzeiten, kannst du deine Ausgaben unglaublich reduzieren. Und damit länger reisen.

  • Du bekommst regelmäßig tolles Essen

Ein Restaurantbesuch kannst du dir in Australien definitiv nicht ständig leisten und wenn du frisch und lecker kochen möchtest, musst du auch da mitunter tiefer in die Tasche greifen. Lebst du bei einer Gastfamilie bekommst du täglich regelmäßige Mahlzeiten und wirst vielleicht sogar bekocht wie Zuhause. Natürlich freuen sich die meisten Familien auch darüber, wenn du mal für alle kochst und vielleicht ein Essen aus deiner Heimat auf den Tisch zauberst.

Auch für zwischendurch stand uns die Küche bisher bei jeder Familie offen. Ob einen Apfel oder ein Sandwich für unterwegs, wir konnten uns bedienen.

  • Du hast die Chance auf Freunde fürs Leben

Bist du einige Wochen bei einer Familie und ihr seit auf einer Wellenlänge wird es dir vielleicht sogar schwerfallen weiterzureisen. Aber eine Weiterreise muss ja kein Abschied für immer sein. Du kannst ganz sicher jeder Zeit wiederkommen.

  • Du kannst deine Englisch-Skills verbessern

Kein Sprachkurs wird dir soviel für deine Englischkenntnisse bringen, wie die täglichen Gespräche mit Australiern. Du musst Englisch reden, du musst es dir anhören und du solltest versuchen es zu verstehen. Auch wenn die Tischgespräche der Familie am Anfang leicht überfordernd sind, wird es mit der Zeit immer besser.

  • Du bekommst prima Insider-Tipps

Wer kennt die Umgebung besser als die Locals?
Du brauchst definitiv keinen Reiseführer mehr. Deine Gastfamilie hat ganz sicher super Tipps für dich, was du in der Umgebung unbedingt sehen solltest und was du nicht verpassen darfst. Nicht die üblichen Touri-Spots sondern die kleinen Geheimtipps eines Locals.

Wie findest du eine Host-Familie?

In der Regel findest du deine Hostfamilie (oder deine Familie dich) über eine Vermittlungsplattform. Die beiden bekanntesten sind Wwoof und helpx. Es gibt auch noch andere wie z. B. Workaway, aber damit haben wir selbst noch keine Erfahrungen gemacht.

WWOOF (Willing Workers on organic farms)

Bei Wwoof findest du in der Regel nur Familien, die in irgendeiner Form als eine Farm zu bezeichnen sind. Das reicht von riesigen Rinderfarmen, über große Olivenplantagen bis hin zu Familien, die einen kleinen Veggi-Garten hinter ihrem Haus haben.

Du meldest dich einfach auf der Website an und erhältst anschließend ein Buch oder eine App mit allen Familien in Australien. Jede hat dabei eine kurzes Profil, in der sie sich beschreibt und welche Tätigkeiten bei ihnen auf dich zukommen würden.

Gefällt dir was du liest, dann kannst du per Mail oder Telefon Kontakt aufnehmen. Anschließend klärst du persönlich mit den Familien die weiteren Details.

Die Mitgliedschaft bei Wwoof kostet dich einmalig 70AU$ (ca. 47€). Dabei ist sogar eine Unfallversicherung inklusive. Sollte dir also während deiner Wwoofing-Tätigkeiten etwas passieren, bist du über Wwoof versichert.

helpx

Bei helpx findest du im Unterschied zu Wwoof nicht nur Farmen sondern sämtliche Familien, die Hilfe benötigen. Auch manche Hostels oder Homestays suchen über helpx nach Freiwilligen, die für ihre Übernachtung arbeiten und nicht zahlen wollen.

Bei helpx läuft alles über ihre Website. Die Profile sind häufig etwas ausführlicher als bei Wwoof und es gibt sogar ein Bewertungssystem. Frühere Helfer können ihren Host bewerten und du bekommst so einen ersten Eindruck.

Aber auch du musst bei helpx ein Profil anlegen. Nichts Überwältigendes. Ein hübsches Foto und eine kurze Beschreibung über dich und deine Fähigkeiten.

Anschließend nimmst du entweder wieder selbst Kontakt zu jemandem auf oder du wirst sogar angeschrieben. Wenn du ein aussagekräftiges Profil hast, bekommst du mitunter regelmäßig Anfragen von Familien, die Hilfe suchen und dich gern dafür hätten.

Die Mitgliedschaft bei helpx kostet nur 20€ für zwei Jahre. Eine Versicherung gibt es hier nicht.

Was und wie viel musst du arbeiten

In der Regel arbeitest du 4-6 Stunden am Tag für das „All-inklusive-Paket“ von Unterkunft und Verpflegung.

Wie viel und was genau ist aber letztendlich bei jeder Familie anders. Manche bieten auch an, dass du einen Tag Vollzeit zur Verfügung stehst und dir so einen anderen Tag freinehmen kannst.

Manche Familien haben sogar die Möglichkeit dir zusätzliche Stunden zu bezahlen. Also gehst du einfach Vollzeit, einen halben Tag für Kost und Logi und den anderen halben Tag bezahlt. Das können dir natürlich nicht alle bieten. Aber vor allem auf größeren Farmen ist es bei einem längeren Aufenthalt möglich.

Die Aufgaben, die wir bisher hatten, waren auch alle machbar. Du schuftest dich nicht ab und kannst meistens sogar etwas lernen.
Wir haben z. B. Zäune gebaut oder repariert, Zimmer gemalert, Tiere gefüttert und gepflegt oder in einem Café gearbeitet. Außerdem konnten wir lernen, mit einem kleinen Traktor und einem Quad zu fahren.

Wie lange kannst du bleiben

Auch das ist wieder bei jeder Familie anders. Manche brauchen nur für ein paar Tage Hilfe und bei anderen kannst du wiederum Monate verbringen.

Grundsätzlich bieten dir die meisten Hosts eine Kennenlernphase von wenigen Tagen an. So können beide schauen ob ihr harmoniert und anschließend ist eine Verlängerung kein Problem.

Du gehst dabei aber nie einen Vertrag oder Ähnliches ein. Du verpflichtest dich zu nichts.
Fühlst du dich nicht mehr wohl oder möchtest aus anderen Gründen weiterziehen, dann kannst du das jederzeit tun.

Brauchst du ein Arbeitsvisum

Nein. Da es sich um freiwillige unentgeltliche Arbeit handelt, kannst du auch mit einem Touristenvisum über Wwoof oder helpx arbeiten. Bezahlte Überstunden sind damit aber natürlich nicht möglich.

Fazit

Wenn du für einen längeren Zeitraum in Australien reisen möchtest und dabei vor allem wenig Geld ausgeben willst und einen authentischen Einblick in das Leben der Australier bekommen möchtest, dann solltest du Wwoof und helpx unbedingt ausprobieren.

Unsere Erfahrungen waren bisher wahnsinnig positiv und wir würden es immer wieder so machen.

Hast du auch schon Erfahrungen mit WWOOF oder helpx gemacht, hast Anregungen oder weitere Fragen? Dann ab damit in die Kommentare.

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